Immer noch „Nein zu Block 9!“

VGH-Verhandlung zum GKM Block 9 am 19. und 20. Juli 2011

Die Klage, die der BUND Baden-Württemberg am 24. September 2009 beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim (VGH) Klage gegen den immissionschutzrechtlichen Genehmigungsbescheid eingereicht hatte, wird nun endlich in einer mündlichen Anhörung vor Gericht verhandelt. Die über 100 Seiten starke Klagebegründung wurde durch die vom BUND beauftragte Rechtsanwaltskanzlei Philipp-Gerlach & Teßmer am 18. Dezember 2009 beim VGH Mannheim eingereicht. Seitdem verzögerte sich das Verfahren durch immer neue Anträge des GKM, die als Beigeladene vertreten sein wird. Beginn des Verfahrens ist am 19. Juli 2011 um 10 Uhr.

100 Pro Energiewende wird diesen Termin nutzen, um erneut auf die klimaschädliche Wirkung des Block 9 und die wirtschaftlich wie auch im Hinblick auf eine echte Energiewende unsinnige Investition aufmerksam zu machen, die Mannheim über Jahrzehnte weiter an importabhängige und endliche fossile Kohle binden wird. Stattdessen fordern wir seit Langem, endlich ein nachhaltiges und voll auf Energieeinsparung und effiziente Nutzung erneuerbarer Energien ausgerichtetes Konzept für die Region über 2020 hinaus zu entwickeln. Vorschläge dazu wurden von vielen Seiten eingebracht.

Die Klimaschutzkonzeption 2020 der Stadt Mannheim kann nur ein erster vorsichtiger Schritt sein! Der darin enthaltene Block 9 des GKM ist dabei der Klotz am Bein und nicht die versprochene Brücke zu den Erneuerbaren – nicht mal eine Rettungsweste, allenfalls eine Krücke – aber die sollte man ja auch nicht nutzen bis die Krücke nicht mehr trägt, sondern bis man -und das muss geübt werden- ohne sie laufen kann. Das Üben wird in diesem Falle nur gelingen, wenn auch investiert wird.

Eine Möglichkeit mehr für uns: Energiegenossenschaften bieten nahezu allen Bürgern die Möglichkeit sich an der Energiewende auch wirtschaftlich zu beteiligen. Mit kleinen und großen Beträgen können Anteile an der Genossenschaft erworben werden und mit privaten Krediten als Nachrangdarlehen nachhaltige, zukunftsweisende und rentabel geplante Projekte gefördert werden. Das bringt dreifachen Nutzen: Energieeinsparung oder regenerativ erzeugte Energie, daraus entstehender Gewinn für die Genossenschaft und ein Schritt weiter in Richtung Energiezukunft. Als Genossenschaftsmitglied kann man Ideen einbringen, Projekte mitgestalten und mit konkreten Vorschlägen werben. Dabei hat jedes Mitglied eine Stimme, unabhängig von der Höhe der Beteiligung. Darüber hinaus partizipiert jedes Mitglied gemäß seines Anteils am Gewinn, mit dem nach einer Anlaufzeit stabil gerechnet werden kann. Außerdem: nur wer aktiv ist, kann etwas bewegen!

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