Argumente

Achtung! Kommentare sind jetzt neu sortiert. Die Aktuellen sind oben!
In Mannheim-Neckarau soll ein gewaltiges Kohlekraftwerk entstehen – mit 910 Megawatt Leistung und Baukosten von bis zu 2 Milliarden Euro.
Das haben die GKM AG und die hinter ihr stehenden Konzerne RWE, EnBW und MVV beschlossen. Jetzt gab eine Gemeinderatsmehrheit den Konzernen freie Bahn – nur wenige Tage nach der Bürgerversammlung. Echtes Mitspracherecht wird den Bürgern verwehrt.

>>> Der so genannte Block 9 ist KEIN „Ersatz“ für Kraftwerksblöcke, die vom Netz gehen: Insgesamt wird die Kohleverbrennung um ca. 50% aufgestockt – auf gigantische 2.200 Megawatt.

>>> Soviel Strom und Fernwärme braucht das Rhein-Neckar-Dreieck nicht. Doch für die Betriebsdauer von mindestens 40 Jahren wird Block 9 giftige Feinstäube, Quecksilber, Stick- und Schwefeloxide sowie Chlor- und Fluorgase ausstoßen. Der Strom wird exportiert, das Gift bleibt hier.

>>> Der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid wird massiv erhöht: Block 9 bringt mehr Treibhausgase ZUSÄTZLICH als alle Energieverbraucher Mannheims zusammen erzeugen – Verkehr, Industrie, Gewerbe und Privathaushalte.

>>> Der Preis für die knappe Kraftwerkskohle ist seit Januar 2006 um über 50% gestiegen. Kohleblock 9 sorgt nicht dafür, dass Ihre Stromrechnung günstiger wird.

>>> Block 9 bringt wenig für die Beschäftigung, denn er wird hoch automatisiert betrieben.

68 Responses to Argumente

  1. @Kevin F. Das Heizen mit Holz ist ganz unstrittigerweise klimaneutral. Die Bäume haben solange sie standen CO2 verarbeitet wie sie dann beim Verbrennen als Heizmaterial ausstoßen. Also sind z.B. Holzpelletsheizungen allemal klimafreundlicher als Fernwärme aus einem Kohlekraftwerk.
    Wenn schon ein Kohlekraftwerk steht ist es sinnvoll auch die Wärme nutzen – aber: durch das Anbinden an die Fernwärme haben die Verbraucher keine Wahl mehr. So werden freier Markt, bessere Preise und bessere Alternativen verhindert.
    Erschwerend kommt hinzu, dass die Preissturktur der MVV zur Fernwärme wenig sparerregend ist. Für einen durchschnittlichen Haushalt sind die Häfte der Kosten Fixkosten – egal wie weit er die Heizung runterschraubt.

    Bitte, dass wissen doch jetzt alle Block3 war und ist eine Reserveblock. Wenn der stillgelegt kann er kaum gegengerechnet werden. Außerdem haben beide je 224 Megawatt – Block 9 aber soll 911 Megawatt bekommen. Damit wird also aufgestockt. Auch beim CO2-Ausstoß.

    Wenn ich einen alten 500er-Fiat verschrotte und dafür einen BMW-X-drive kaufe, habe ich auch ein effizienteres Fahrzeug – ich stoße aber etwa 3x soviel Kohlendioxid aus.

    Es ging mir um die Diskussionsveranstaltungen zu denen wir letztes Jahr auch Befürworter eingeladen hatten und keiner kam.

    Harry Block aus Karlsruhe hat uns bei der Erörterung als Sachbeistand geholfen. Seine Bezahlung: 1 Flasche Pfälzer Rotwein.

    Herr Kevin F.? Wie können sie behaupten – sie würden die Wahrheit kennen?

    Zum Unterschied zwischen Ihnen und mir: Sie treten hier anonym auf – ich nicht!

  2. Kevin F. sagt:

    Sie das mehr produktion gleich mehr ausstoß bedeutet ist mir schon klar!!!
    Es ist doch aber hier ein Argument ihrerseits und ich wollte damit sagen das dies kein argument ist weil sowas weis jedes kind!!

    Nochmals das GKM hat mit den Preisen nichts zu tun!!

    Was ist sinnvoller eine Menge fossiler energieträger einzusetzen dafür den Gesamtausstoß so zu belassen oder effizientere technik mit geringerem Kohleeinsatz dafür aber mehr co2??

    Und das mit der CO2 Speicherung wurde das vor kurzem nicht gerade wiederlegt???
    Desweiteren wenn nun jeder Haushalt mit Holz heizen würde wären bald die Wälder platt wo ist da die Umweltschonung??

    Mittlerweile kommt es mir hier so vor als würden sie sich nur auf die CO2 ausstoßung beschränken was mit dem rest unserer umwelt geschieht ist ihnen doch primär egal oder??

    Also ich weis nicht aber es wird immer lächerlicher!!

    Und das keiner zu Ihren veranstaltungen gekommen ist zeigt doch das es nicht allzuviele interessiert!!!

    Ach und bevor ich es vergesse wenn ich auf Ökostrom umstelle wird meine Jahresausgaben nicht weniger…..

  3. @Kevin F. schrieb: „Sie das mehr produktion gleich mehr ausstoß bedeutet ist mir schon klar!!! Es ist doch aber hier ein Argument ihrerseits und ich wollte damit sagen das dies kein argument ist weil sowas weis jedes kind!!“
    Wenn es also jedes Kind weiss, dann ist es kein Argument???

    Das GKM hat mit den Preisen nichts zu tun??? Wie das GKM verschenkt seine Leistungen ohne Preise? Und: ist die MVV nicht Teilhaber der GKM und vermarketet ausschließlich die Fernwärme?

    Eine Menge fossiler Energieträger sehe ich wenn ich auf den Rhein gucke und die Kohleschiffe sehe die Unmengen von Kolhe zum GKM fahren? Aus 1 Tonne Kohle werden fast 3 Tonnen Kohlendioxid.

    @Kevin F. schrieb „Desweiteren wenn nun jeder Haushalt mit Holz heizen würde wären bald die Wälder platt wo ist da die Umweltschonung??“

    Auf solche Fragen: „Was wäre wenn“ sollte man eigentlich nicht antworten. Nochnmal: Es ist gut einheimisches Holz zu verarbeiten. Es kann ruhig mehr verarbeitet werden. Es ist ein nachwachsender Rohstoff. Ganz anders als Kohle – oder schon mal was von nachwachsender Kohle gehört.

    @Kevin F. schrieb: „Mittlerweile kommt es mir hier so vor als würden sie sich nur auf die CO2 ausstoßung beschränken was mit dem rest unserer umwelt geschieht ist ihnen doch primär egal oder??“
    Es ist das derzeit dringlichste Problem und es bleiben nur wenige Jahre um etwas zu tun. Danach wird die Ertdwerwärmung nicht mehr zu bremsen sein. Aber wir kümmern uns auch um andere Umweltprobleme … schließlich sind wir Umweltaktivisten!

  4. Kevin F. sagt:

    Wenn man schon gegen ein Unternehmen oder dessen Planungen vorgeht sollte man sich doch ein wenig über dessen Struktur informieren!!

    Das GKM ist ein Kraftwerk ohne eigenen Vertrieb das bedeutet das GKM nur an die drei Anteilseigner liefern dar was wiederum heißt sie bestimmen den Preis. Heißt fürs GKM das sie an die Preispolitik der Anteilseigner gebunden sind! Ist wenig Strom auf dem Markt und dieser dadurch äußerst teuer bekommt das Kraftwerk keinen Cent mehr für die Kilowattstunde! Braucht die MVV keine Fernwärme muss das GKM seine Produktion drosseln!!!
    Die einzigen welche an diesem Kraftwerk verdienen sind die drei Anteilseigner. Wenn die Ihre Preise erhöhen dann kann das GKM auch nichts dafür!!
    Denken Sie wenn Sie es wirklich schaffen sollten den Block zu verhindern das dann die Kohleschiffe auf dem Rhein weniger werden??

    Schön man kümmert sich jetzt um das CO2 empfiehlt mit Holz zu heizen naja dann Holzen wir unsere Wälder einfach ab ich mein so ein Baum wächst ja von heut auf morgen!! Und ich rede nicht nur vom deutschen Wald in welchem glücklicherweise alles reglementiert wird!! So dann haben wir wenigstens noch Wald und die anderen nicht mehr und dann macht ja das klima halt vor uns weil wir sind ja Deutschland!!
    Sie berufen sich mit ihrem CO2 Wahn auch nur auf Theorien oder können sie mir mit Sicherheit sagen was in der Zukunft passiert?? Ich denke nicht also ist es auch nur ein was wäre wenn!!
    Und nochmal wir können keine Kuppel über Deutschland bauen! Schauen wir mal nach China denen ist doch alles egal! Also lieber mein Kohlestrom aus Deutschland als Atomstrom aus Frankreich oder sonstwo her!
    Und zum Thema Erderwärmung ich weis ja nicht wo sie die letzten Wochen im Urlaub waren aber ich denke das dieser Winter bislang sehr kalt war ich kann mich nicht daran erinnern das der Neckar einmal zugefroren war!
    Und es ist meiner Meinung nach noch nicht erwiesen das diese sogenannte Erderwärmung nicht doch schon einmal in der Vergangenheit der Erde war!

  5. Pierre Herrmann sagt:

    Lieber Gerhard,

    da hältst du hier die Stellung und gibst fleißig antworten, und es wird doch nur auf dir rumgehackt. Es ist in den Wind gerufen, sich mit Herrn F. auseinanderzusetzen.

    „Ach und bevor ich es vergesse wenn ich auf Ökostrom umstelle wird meine Jahresausgaben nicht weniger…..“
    „Mittlerweile kommt es mir hier so vor als würden sie sich nur auf die CO2 ausstoßung beschränken was mit dem rest unserer umwelt geschieht ist ihnen doch primär egal oder??“
    Auf CO2 zu pochen hat offenbar für manche die unausweichliche Konsequenz, dass dafür etwas anderes leiden muss, sei es Geldbeutel oder Umwelt. Wie gesagt, wenn uns morgen der Himmel auf den Kopf fiele… oder wenn morgen plötzlich alle auf Kohle- ud Atomstrom umstiegen, dann wären doch Kohle und Uran viel zu schnell verbraucht. Man sollte uns dankbar sein.

    Wenn du noch dazu kommst, lieber Gerhard, frohes Schaffen.

    PS: für sauberen Strom gebe ich gerne weniger aus als im Normaltarif der MVV und selbst 78€ mehr als für den günstigsten unechten „Öko“-Stromanbieter (Stadtwerke Tübingen).

    MVV Terra netto brutto 1800 kWh Mehrkosten MVV
    Servicepreis 77,00 Euro/Jahr 91,63 Euro/Jahr 91,63 €
    Verbrauchspreis 19,63 Cent/kWh 23,36 Cent/kWh 420,48 € 512,11 € 58,51 €

    MVV Futura netto brutto
    Servicepreis 77,00 Euro/Jahr 91,63 Euro/Jahr 91,63 €
    Verbrauchspreis 17,63 Cent/kWh 20,98 Cent/kWh 377,64 € 469,27 € 15,67 €

    MVV Classica netto brutto ab 01.01.2009
    Servicepreis 77,00 Euro/Jahr 91,63 Euro/Jahr 91,63 €
    Verbrauchspreis 18,39 Cent/kWh 21,88 Cent/kWh 393,84 € 485,47 € 31,87 €

    MVV Classica Mondschein netto brutto ab 01.01.2009
    Servicepreis 93,97 Euro/Jahr 111,82 Euro/Jahr 111,82 €
    Verbrauchspreis 18,89 Cent/kWh 22,48 Cent/kWh (6-21 Uhr) 202,32 €
    Verbrauchspreis 14,12 Cent/kWh 16,80 Cent/kWh (21-6Uhr) 151,20 € 465,34 € 11,74 €

    MVV Nova netto brutto ab 01.01.2009
    Servicepreis 71,42 Euro/Jahr 84,99 Euro/Jahr 84,99 €
    Verbrauchspreis 17,48 Cent/kWh 20,80 Cent/kWh 374,40 € 459,39 € 5,79 €

    Naturstrom netto brutto
    Servicepreis 6,68 7,95 Euro/Monat 95,40 €
    Verbrauchspreis 16,72 19,90 358,20 € 453,60 €

  6. Pierre Herrmann sagt:

    Kevin F. 18.01.2009 – 18:29 Uhr:
    „Zum Thema Strom sparen kann ich nur sagen wer nicht sparen will der hat selbst Schuld! Ich persönlich spare da wo es möglich ist auch Strom, aber ich sehe es nicht ein so wie es überall propagiert wird neue Gerätschaften zu kaufen die Energie sparen und alte intakte auf die Müllkippe zu werfen! Dies ist auch eine Umweltverschmutzung.“

    Die Familie, von der ich berichtete, sah sich selbst als energiebewusst. Der Wille hat da in meinen Augen nicht gefehlt. Das Wissen fehlt, sei es auch noch so banal. Was bei Ihnen an (vermeintlichem) Wissen ihren Stromverbrauch in die Höhe treibt, weiß ich nicht. So wie es angeblich „überall propagiert“ wird, fordert es bei uns niemand, es geht darum, beim notwendigen Kauf eben auf den Energieverbrauch, die Herstellung und Entsorgung zu achten. Wie oft tun wir das denn, bei den vielen Dingen, die wir konsumieren oder anschaffen? So genau sollten Sie es schon nehmen. GKM und MVV sind ja für sie auch nicht dasselbe, da haben Sie schon Recht. Die MVV könnte aber dennoch versuchen die Preise zu senken, um Kunden zu halten. Das Argument ist dasselbe. Zumindest bei der Fernwärme kenne ich allerdings auch keine Alternative, die von der MVV zugelassen würde. Wenn sie mir eine Alternative nennen können, wäre das schon mal ein Vorteil.

    Haben Sie auch andere Argumente gegen regenerative Energien als ihre „was-wäre-wenn“ Fragen, die kaum in ihrer Relevanz zu unterbieten sind? Wenn plötzlich alle, … Sehen sie nicht, dass das kaum von Bedeutung ist und nicht im Mindesten etwas mit unseren Argumenten und Alternativen zu tun hat? Wer hat gefordert, dass alle eine Holz, Öl und Gas verbrennen, Fernwärme im Keller haben und zusätzlich noch ein Windrad und Solarzellen auf dem Dach und im Garten? Ich hoffe das Wort Energiemix ist Ihnen schon mal zu Ohren gekommen. Oder sehen sie alles so negativ? Es gibt so viele Möglichkeiten, dass man optimistisch sein kann, aber optimistisch so weiter machen, gilt nicht. Und das ist genau das Problem an Block 9, so weiter machen wie bisher, mehr noch, noch steigern und ausbauen, und sich und anderen einreden, das sei nun im Sinne des Kimaschutzes. Nur weil es auch noch schlechter geht, ist man doch nicht so gut dabei, dass man sich loben kann.

    Nach Jahrzehnten der Forschung und Entwicklung 8% effizienter zu sein, das ist doch gegen die 100% Effizienz bei Solar und Wind nichts. Wind und Sonne sind verglichen mit dem, was beim GKM abgeschaltet wird, zu 100% CO2 frei, jede kWh. Mehr noch, jede Einheit Energie, die wir nicht mit Windkraftanlagen und Solarzellen auffangen, geht als Wärme in die Atmosphäre oder verweht, wo der Wind hinbläst. Jedes Kilogramm Kohle, das wir in der Erde lassen, spart Energie, die nicht für die Gewinnung benötigt wird und die enthaltene Primärenergie ist ebenfalls für eine Nutzung vorhanden. Sie bleibt erhalten, Sonne und Wind sind nicht mehr nutzbar, wenn sie einmal aufgetroffen oder verweht sind. Schon allein deswegen ist ein Vergleich von Effizienzfaktoren bei Kohle und Solarenergie irreführend. Da Holz in Jahren nachwächst, Öl und Kohle in Jahrmillionen, meinetwegen zehn- oder hunderttausend ist Holz regenerativ, Öl und Kohle nicht. Holz zu nutzen, erfordert natürlich auch wieder neu Bäume anzupflanzen. Das wird aber die Weihnachtsbäume ebenfalls getan. Ich gehe davon aus, dass sich dies ausweiten ließe, um die Energieerzeugung zu unterstützen.

    Ich hatte Sie gebeten Herr F., Argumente für Block 9 zu bringen und den Beweis für dessen Notwendigkeit zu schildern.
    Ist das Ihre Antwort darauf:
    „Zum Thema dieser eine Block macht nicht allein den Dreck. Dies ist mir auch klar aber nicht nur Deutschland bzw. Europa macht den Dreck. Europa ist sicherlich der Fortschrittlichste Kontinent was Umweltschutz angeht!!
    Ich sehe das alte Kraftwerksblöcke wie Block 3 und 4 stillgelegt werden diese sind was diese haben was den Kohleeinsatz angeht einen sehr geringen Wirkungsgrad dies kann mit einem neuen Block stark gesteigert werden.
    Klar ist mir wie denke ich auch jedem das zwei Blöcke die zusammen 250MW produzieren weniger CO2 ausstoßen als ein Block welcher 900MW produziert. Soviel zu Ihrem leitslogan!!!
    Wenn man veralterte Blöcke nicht abstellen würde wären heutzutage wahrscheinlich immernoch 3kg kohle für ein MW benötigt werden.
    Und glauben sie nicht das die beiden Blöcke kein Gewinn einfahren diese sind bezahlt und werfen mit jeder minute die sie laufen gewinn ab!!!“?

    oder etwa deutlicher hier: „Klar es muss kein Kraftwerk gebaut werden“?

    Wenn ich sie richtig verstehe, sehen sie auch keine Notwendigkeit für ein neues, größeres Kraftwerk, sehen aber keine Möglichkeit, die Blöcke 3+4 abzuschalten, ohne für Ersatz zu sorgen. Dabei haben Sie es doch selbst gesagt: Block 3+4 sind abgeschrieben, die Investition ist bezahlt, jetzt fließt der Gewinn mit der Minute die die Blöcke laufen. Also wenn schon abschalten, dann nur mit Ersatz. Denn Gewinn können die Betreiber auch heute noch mit Kohlestrom machen, der Strommarkt machts möglich. Aber Gewinn für Umweltschädigung, wo es heute schon Alternativen gibt? Wollen wir das, wollen SIE das, Herr Kevon. F.?

  7. @Kevin F: Endlich kommen doch mal die Wahrheiten auf den Tisch. Danke dafür. Sag ich doch die ganze Zeit. Nur das Kevin F. einfach mit Namen jongliert. Das GKM ist das GKM von MVV (28%), EnBW (32%) und RWE (40%) und Punkt. Das GKM an und für sich gibt es nicht. Die MVV wiederum ist die MVV von RheinEnergie (16,1%), EnBW (15%), Streubesitz (19%) und (ACHTUNG!) der Stadt Mannheim die behauptet keinen Einfluss auf die Entscheidungen zum Block 9 zu haben mit dem Mehrheitsanteil von 50,1%. Wenn sich die dort arbeitenden Kolleginnen und Kollegen dies vor Augen halten könnte einiges klarer werden. In einigen Jahren wird das Kohel-GKM nicht mehr ins Konzept der Eigner passen. Daher wäre es besser jetzt aus dem Laden einen zukunftsfähigen zu machen!!! Denn es stimmt was Kevin F. hier schreibt:

    „Das GKM ist ein Kraftwerk ohne eigenen Vertrieb das bedeutet das GKM nur an die drei Anteilseigner liefern dar was wiederum heißt sie bestimmen den Preis. Heißt fürs GKM das sie an die Preispolitik der Anteilseigner gebunden sind! Ist wenig Strom auf dem Markt und dieser dadurch äußerst teuer bekommt das Kraftwerk keinen Cent mehr für die Kilowattstunde! Braucht die MVV keine Fernwärme muss das GKM seine Produktion drosseln!!!
    Die einzigen welche an diesem Kraftwerk verdienen sind die drei Anteilseigner. Wenn die Ihre Preise erhöhen dann kann das GKM auch nichts dafür!!“

    Wenn sich Kevin F. jetzt noch über die Probleme der Erderwärmung eingehend informiert und den Zusammenhang zwsichen den Parrtikelanteilen der Klimagase – die sich immer weiter verdichten und dadurch eine Kuppel (wie die Folie eines Gewächshauses – ja, nicht um Deutschland – um den ganzen Planeten bilden, dann wären wir schon ein Stück weiter. Von wegen nicht erwiesen. Das können nur Uninformierte behaupten.

    Mit dem Finger auf China, Indien u.a. zeigen hilft gar nicht. Wir in Deutschland blasen PRO KOPF etwa 5x soviel Klimagase in die Atmosphäre als ein Inder oder Chinese. Unser westlicher Reichtum ist dem Chinas und Indiens weit voraus.

    Wir müssen China und Indien u.a. zeigen wie es geht. Wir sind eines der Länder der Welt die es sich leisten können. Geld investieren können in neue Techniken (erneuerbare Energien etc.). Wer jetzt nicht hilft Klimagase zu stoppen, neue Techniken zu entwickeln und auszubauen, riskiert das Ende des Planeten. Hat Kevin F. Kinder? Was wird er Ihnen erzählen, wenn diese ihn in 30 Jahren fragen: „Was habt ihr damals gemacht?“

  8. Kevin F. sagt:

    Ich frag mich gerade warum Sie über mich in der dritten Person reden??

  9. Na ganz einfach, weil dies ein offenes Forum ist und ich nicht nur mit dem anonymen Kevin F. diskutiere …

  10. Kevin F. sagt:

    Ich weis das sie meine Nachricht hier nicht zeigen werden, aber es ist eine genugtuung für mich zu sehen das sie VERLOOOOOOOREN haben.

  11. Pierre Herrmann sagt:

    Und jetzt? Sind wir jetzt der Lüge, der Dummheit, des blinden Folgens überführt?
    Das EIKE ist kein Europäisches Institut wie der Name glauben machen will, sondern ein Verein mit Sitz in Leipzig.
    Und sicher gibt es viele Ungereimtheiten in der Klimaforschung. Das liegt aber daran, dass noch nicht alles verstanden ist (wenn auch auf weit höherem Niveau als skeptische Laien das widerlegen wollen), und nicht daran, dass es reiner Humbug ist, der als Wahrheit verkauft wird.

    Aber selbst wenn der Mensch tatsächlich so wenig Einfluss mit dem Ausstoß an CO2 aus fossilen Ressourcen hätte, gäbe es genug andere Gründe damit aufzuhören, Kohle und Erdöl zu verfeuern, Atomenerge zu nutzen, anstatt auf erneuerbare Energien zu setzen.

    Vor uns haben die Menschen von natürlichen regenertiven Energiequellen gelebt und nach uns werden sie es auch tun. Erdöl ist als Rohstoff – angesichts der Produkte, die unseren Alltag in der bekannten Form möglich machen, die alle aus Erdölprodukten hergestellte werden – viel zu wertvoll, um es für ineffiziente Verbrennungsmotoren zum Antrieb von Millionen Pkw und zur Erzeugung von Strom und Wärme zu verbrennen. Mit dem Abbau gehen Naturzerstörung und Armut einher. Die Ressourcen sind endlich und damit nur endliche Zeit nutzbar.

    Man kann Gerechtigkeit auf der Welt zwischen den Menschen herstellen. Aber man kann keine Gerechtigkeit auf der Welt herstellen, wenn man das Klima nicht berücksichtigt!

    Die Auswirkungen sind heute schon real und sie werden in Zukunft stärker. Das allein sollte schon genügen.

    Aber selbst die Egoisten haben Gründe:
    Wer Energie spart, spart Geld. Wer Energie effizient einsetzt, spart Energie. Wer Energie selbst erzeugt, muss sie nicht importieren. Das Geld bleibt hier und die Transportkosten und -verluste bleiben aus. Wer darauf achtet, wie, wo und von wem unter welchen Umständen seine Energie, seine Produkte, seine Lebensmittel und Konsumerzeugnisse hergestellt werden, kann sich und anderen Menschen unnötige versteckte Kosten zugunsten einiger weniger ersparen.

    Wer Gerechtigkeit will, Gerechtigkeit in Form von gleichen Lebensverhältnissen und Lebenserwartung für alle Menschen auf der Welt, der kommt an der Änderung seines Verhaltens nicht vorbei. Wer kritisch sein will, nicht alles glauben will, was gesagt wird, nicht unhinterfragt Verhalten nachahmt (und ich glaube, das ist die Motivation hinter der Skepsis gegenüber menschengemachtem Klimawandel), der darf sich nicht darauf zurückziehen, den anthropogenen (=menschengemachten) Klimawandel zu kritisieren. Anfangen muss jeder bei seinem Verhalten und das wäre auch ohne Klimawandel nicht tragbar. Nicht, ob und warum Klimawandel, ist die Frage, sondern was ist vermeidbar und was können wir tun.

    Und ein Satz zu Kevin F.:
    Wenn wir verlieren, verlieren wir alle. Wir alle verlieren durch den weiteren Einsatz von Kohlekraft ein Stück Zukunft. Da gibt es finde ich nichts zu lachen.

  12. Klaus J. Uttendorf sagt:

    Irgendwie geht die Diskussion um GKM Block 9 in die falsche Richtung, wenn wir uns nur auf das CO2 fixieren. Generell ist die Verbrennung von fossilen Brennstoffen ohne Zweifel ein Verbrechen, da hier wertvolle Rohstoffe durch den Kamin geschossen werden (In einigen Jahren werden unsere alten Deponien die wichtigste Rohstoffquelle bilden!). Fakt aber ist, dass 94-96% der weltweiten CO2 Produktion aus natürlichen Prozessen (Verrottung, Vulkanismus, Pflanzen in der Nacht, Atem aller Lebewesen usw.) stammt und nur der Rest durch den Menschen induziert ist. Insofern geht die ganze CO2-Diskussion am Thema vorbei aber dennoch in die richtige Richtung. Selbst die „Eine unbequeme Wahrheit“ von Al Gore führt sich selbst als Absurdum, da gerade die spektakuläre Fahrt mit dem Hubsteiger am Ende der Kurve zeigt, dass eben nicht die Temperatur mit dem CO2 Ausstoss korreliert. Denn dann müßten wir Tagestemperaturen über 100°C haben.

    Die eigentliche Gefahr eines Neubaus des GKM Blocks 9 ist die Zunahme der Umweltbelastung durch Feinstäube und Schwermetalle. Wie in der Studie des Herrn Gaudecker (zitiert im human-toxikologisches Gutachten) und der Studie des DKFZ zur Verteilung der Lebenserwartung in Baden-Würtemberg gezeigt wurde, ist die Lebenserwartung in Mannheim und Karlsruhe 3 Jahre kürzer. Dies wird in den Studien mit sozioökonomischen Gründen (Gaudecker) oder dem Rauchverhalten begründet. Allerdings würde das bedeuten, dass Stuttgart und Ulm an der Spitze der Lebenserwartung eine total andere Bevölkerung hat.

    Eine andere Erklärung wäre jedoch, dass Mannheim und Karlsruhe eine Tallage mit Großkraftwerken haben, die in die Stadt weitgehend integriert sind. Wie viele Studien (siehe auch WHO) gezeigt haben, haben Feinstäube (insbesondere, die nicht mehr in den Elektrofiltern wegen ihrer Winzigkeit zurückgehalten werden) eine erhebliche Auswirkung auf die Lebenserwartung. Hinzu kommt die radioaktive Belastung durch das in der Kohle enthaltenen Uran (heute bereits beim GKM ca. 10kg/a) und Thorium (23 kg/a), die ca. 7mal höher bei einem Kohlekraftwerk als bei einem Kernkraftwerk im Normalbetrieb ist.

    Zwar sind gerechterweise nicht alle verschwundenen Lebensjahre (in Mannheim bei 300.000 Einwohnern 900.000 Lebensjahre/Generation) dem GKM anzulasten, jedoch sind die verantwortlichen Betriebe alle von den gleichen Genehmigungsbehörden genehmigt worden nach dem Motto „Einer geht noch rein“.

    Das wird jedoch den Bürgern verheimlicht und selbst der Mannheimer Morgen will wohl solche Leserbriefe nicht drucken. Wenn man jedoch die Bürger polemisch ansprechen würde wie

    „Du mußt in Mannheim 3 Jahre früher sterben. Willst Du durch den Bau von Block 9 noch früher sterben?“ oder
    „Wir haben bereits heute eine Vernichtung von 900.000 Menschenjahren in Mannheim. Sollen wird 1 Mio-Grenze knacken?“

    würde die Beteiligung anders aussehen.

  13. Pierre Herrmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Uttendorf,

    ich finde, 94-96% sind kein Argument. Das Ökosystem hat eine gewisse Kapazität, CO2 aufzunehmen, das heißt der Atmosphäre zu entziehen. Wäre dies nicht so, wäre die Erdatmosphäre seit Jahrmillionen voll mit CO2. Pflanzen und die Meere hauptsächlich nehmen aber CO2 auf und binden es. Die Rate der Kohlenstoffbindung ist auch abhängig vom vorhandenen CO2-Gehalt der Atmosphäre. Wenn mehr CO2 in der Luft ist, können Pflanzen und Meere auch mehr CO2 aufnehmen. So wird ein Gleichgewicht erhalten. Dieses Gleichgewicht liegt aber dann bei einem anderen CO2-Gehalt der Atmosphäre und bei anderen Temperaturen, klimatischen Bedingungen und so weiter. Außerdem gibt es wie bei allen Systemen Grenzen.

    Wenn Sie 94-96% ihrer Ausgaben durch Einnahmen decken können, haben Sie über die Zeit trotzdem ein Problem. Wahrscheinlich werden Sie mehr arbeiten um Ihr Einkommen zu steigern. Aber wenn Ihre Ausgaben trotzdem weiter steigen, kommen Sie an Ihre Grenzen: Ihr Tag hat 24 Stunden, Ihr Schlaf lässt sich nicht beliebig reduzieren und Essen, Einkaufen, Wege etc kosten auch Zeit. Sie können auch versuchen Ihre Ausgaben zu senken, indem Sie günstigere Artikel auswählen, Sonderangebote nutzen und gebrauchte Gegenstände kaufen.

    Die Vorgänge auf der Erde bilden ein System mit Rückkopplungen. Dabei gibt es positiv und negativ gerichtete. Negative Rückkopplungen halten das System im Gleichgewicht: Nimmt eine Ursache zu, wirkt das System auf diese Ursache negativ zurück. Bsp: Gelangt mehr CO2 in die Atmosphäre, so steigt der CO2-Gehalt, lässt Pflanzen besser wachsen, diese entnehmen mehr CO2 und das reduziert den CO2-Gehalt wieder etwas.
    Ihre Maßnahmen gegen zu hohe Ausgaben sind eine negative Rückkopplung.
    Wird es durch den gestiegenen CO2-Ausstoß und -Gehalt auf der Erde wärmer könnte zum Beispiel auch im Permafrostboden gebundenes Methan freigesetzt werden. Dies wirkt ebenso wie CO2 in der Atmosphäre und trägt zur weiteren Erwärmung bei. Noch wärmer, taut der Permafrost weiter auf, noch mehr Methan wird freigesetzt.
    Durch Zinsen und Mahngebühren auf nicht zurückgezahlte Kredite und ähnliches steigen Ihre Ausgaben zusätzlich. Je mehr Ausgaben, desto mehr Schulden, je mehr Schulden, desto mehr Ausgaben. Das kann auch bei Ausgaben nur 4-6% über Ihrem Einkommen über die Jahrzehnte beachtliche Ausmaße annehmen.
    Ich hoffe Sie verstehen die Analogie.
    Dazu kommt wie erwähnt, dass jedes System Grenzen hat. Pflanzen und Meere können nicht jede beliebige Menge CO2 ausgleichen und wir ertragen nicht jede Temperatur.

    Was Sie zum Schadstoffausstoß des Block 9 sagen, kann ich nicht beurteilen, stimmt aber bedenklich. Ob es sich so als Polemik mit der beschriebenen Wirkung verwenden lässt, da bin ich eher pessimistisch. Ich könnte es jedenfalls nicht erklären. Die besagten Studien scheinen aber nicht berücksichtigt worden zu sein im Genehmigungsverfahren und der Mannheimer Morgen hat davon auch nichts berichtet.

  14. Klaus J. Uttendorf sagt:

    Sehr geehrter Herr Herrmann,

    hier die Referenzen zu beiden Studien mit Kommentaren

    Hans-Martin von Gaudecker „Lebenserwartung in den Kreisen: bis zu drei Jahre Unterschied“, Statistisches Monatsheft

    Baden-Württemberg 7/2004 S.3ff

    Diese erste Referenz war im human-toxikologischen Gutachten der GUK Prof.Dr. Eikmann zu lesen, welches von der Stadt Mannheim angefordert wurde. Auch hier wurde dankbar das Argument „sozioökonomische Ursachen“ aufgenommen. In der Immissions-Genehmigung wurden dieses Gutachten und die entsprechenden Einwendungen im Erörterungstermin ausdrücklich mit dem Hinweis auf die durchgeführte Immissionsprognose (S. 219) nach TA Luft als nicht „nicht notwendig oder im Sinne eines zusätzlichen Erkenntnisgewinns für das vorliegende Verfahren .. sinnvoll“ betrachtet. Die 3 Jahre geringere Lebenserwartung sind halt die Streckenverluste aus vergangenen Genehmigungssünden.

    Mannheimer Morgen 3.04.09: „In Mannheim besonders viele Lungenkrebs-Opfer“

    Dieser Artikel auf Basis DKFZ-Daten vergleicht die Anzahl der durch Lungenkrebs (also einem Ausschnitt der Gesamtsterberate) gestorbenen Einwohner/Gesamteinwohner, wobei die Stadtkreise Mannheim und Karlsruhe ebenfalls die höchsten Raten hatten.

    Dies hatte ich zum Anlass genommen, dem Mannheimer Morgen einen Leserbrief mit ähnlichem Inhalt wie in diesem Forum zu schreiben und zusätzlich auf die besondere Gefährlichkeit von Feinstaub aus Verbrennungen hingewiesen. Denn es entsteht hier (anders als bei Feinstaub, der in jeder Wohnung liegt) durch den Popcorn-Effekt eine sehr große reaktionsfreudige Oberfläche, die durch die kurze Flugzeit nicht mehr durch Anlagerung von Partikeln neutralisiert werden kann und wegen der Größe der Feinstäube (PM10, PM2.5) von den Lungen nicht mehr ausgeschieden werden. Hierzu kam eine Bitte des Mannheimer Morgen zurück, den Leserbrief um die Hälfte zu kürzen. Dies ist zwar geschehen, aber eine Veröffentlichung des Leserbriefs ist trotzdem nicht erfolgt (Intervention von höherer Stelle?).

    Bei Ihrer Diskussion möchte ich nicht ausschließen, dass eine Störung der CO2-Bilanzen vorliegt, da die Zusammenhänge relativ komplex sind. Aber bei dem Verhältnis 6%/94% ist dies schwer nachzuvollziehen und erinnert an die Diskussion der radioaktiven Strahlung aus Kernkraftwerken (böse) und der natürlichen Strahlung (gut), die (zumindestens für den Normalbetrieb) ein ähnliches Verhältnis hat. Aber unabhängig davon sehe ich ebenfalls eine hohe Gefahr aus der Freisetzung von Methan aus Permafrostböden, die den Ausstoß von Methan durch Rinder überholen könnte. Die Gefahr durch Methan ist sogar noch höher, da an den Schelfkanten der Nordsee Methanhydrat (brennendes Eis) durch die Wassererwärmung schlagartig freigesetzt werden kann. Wie Simulationen gezeigt haben, kann es hierbei neben sinkenden Schiffen zu Tsunamis führen, die alle Nordseeinseln wegputzen. Aber auch hier könnte das Ganze entschärft werden, wenn dieses Methanhydrat zur Energiegewinnung verwendet würde, da das Energiepotential weltweit alle Ölvorräte übertrifft.

    Trotz der etwas abweichenden Meinung zum CO2 bin ich wie Sie auch gegen die Verbrennung von fossilen Energien. Allerdings scheint unsere Bundesregierung anderer Meinung zu sein, da zwar CO2 laut Kyoto-Protokoll erheblich reduziert werden soll, auf der anderen Seite Neubauten wie dem Block 9 des GKM freie Hand gelassen wird, wenn sie nur entsprechende Nutzungsrechte kaufen. Daher ist die CO2 Problematik bei Immissionsgenehmigungen erstaunlicherweise überhaupt kein Thema. Was bei Altanlagen vielleicht im Sinne einer stetigen Verbesserung noch einsichtig ist, ist für den Normalbürger bei Neuanlagen nicht mehr vermittelbar.

  15. Pierre Herrmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Uttendorf,

    vielen Dank für die Quellen, muss ich mir mal anschauen.

    Die CO2-Emission ist in der Tat durch den Emissionshandel ausdrücklich aus dem Genehmigungsverfahren ausgeschlossen. Was ebenso erstaunlich ist, ist die Betrachtung von Block 9 als einzelner Anlage statt des gesamten Kraftwerks, obwohl es sich um einen Änderungsantrag handelt. Aber was soll man machen, wenn das Verfahren so vorgeschrieben ist. Als erstes müsste daher das Genehmigungsrecht geändert werden.

    Um mein Argument noch mal zu verdeutlichen. die Steigerung des CO2-Ausstoßes durch menschliche Aktivität scheint mit ca 6% vernachlässigbar. Da sich aber dieses bisschen, das die natürliche Aufnahmekapazität übersteigt, jedes Jahr kumuliert, erzeugt dies über die Jahrzehnte einen merklichen Anstieg der Konzentration in der Atmosphäre. Im übrigen besteht ja ein natürlicher Treibhauseffekt, der die Durchschnittstemperatur auf der Erde in einen erträglichen Bereich hebt. Dadurch wird erst Leben möglich. Dieser natürliche Treibhauseffekt beträgt 33°C (z.B. http://www.dmg-ev.de/gesellschaft/aktivitaeten/pdf/treibhauseffekt.pdf, S.1). Auch nur wenige Prozent bedeuten daher einen merklichen Klimawandel.

    Da das Wettersystem eben komplex ist, mit vielerlei Einflussgrößen und Zusammenhängen, ist es schwierig dieses zu verstehen, abzubilden und zu berechnen. Selbst wenn das System vollständig verstanden wäre und die entsprechenden Formeln bekannt wären, so bliebe die Entwicklung doch empfindlich gegenüber den Anfangswerten und damit im Grunde begrenzt berechenbar. Nur sind wir noch weit von einem solchen Modell entfernt.

  16. Klaus J. Uttendorf sagt:

    Hallo Herr Herrmann

    Die Literatur können Sie in elektronischer Form auch von mir bekommen, dazu müßte ich aber eine E-Mail-Adresse haben.

    Hinsichtlich der Lücken in Genehmigungen wäre ich bereits froh, wenn die bereits existierenden Genehmigungen vollumfänglich angewendet werden. So hat im Rahmen der immissionsrechtlichen und wasserrechtrechtlichen Genehmigung des GKM Block 9 der RP überhaupt keine eigenen Gutachten angefertigt, sondern die vom GKM bezahlten Erläuterungsberichte nur auf „Plausibilität“ und vermeintliche Vollständigkeit betrachtet.
    Wie im Erörterungstermin ausdrücklich festgestellt wurde, sind diese Erläuterungsberichte aber keinesfalls als Gutachten im Sinne TA Luft zu betrachten.
    Nahezu bei jeder als plausibel bezeichneten Unterlage sind aber selbst für Laien erhebliche logische Fehler festzustellen. Falls dies hier interessiert, kann ich entsprechende Nachweise im Forum einstellen, die jedoch ca. 3 Seiten umfassen.

    Was generell Lücken in der Genehmigungspraxis eines Kohlekraftwerkes angeht, hier eine kleine Auswahl neben der fehlenden CO2 Betrachtung

    – es werden nur die Emissionen der zu genehmigenden Einzelanlage betrachten (Prinzip „Einer geht, einer geht noch rein“)

    – die TA-Luft unterscheidet nicht zwischen Feinstaub aus Verbrennungen (hohe aggressive Oberflächen) und sonstigem mehr oder minder unkritischem Feinstaub (z.B. in Ihrem Wohnzimmer)

    – die TA-Luft verwendet als Rechenbasis Tagesmittelwerte und verschmiert damit Spitzenwerte. Polemisch betrachtet, überschreitet jemand bei Einnahme einer Zyankalikapsel aus naheliegendem Grund niemals den Tagesmittelwert.

    – die nach TA-Luft durchgeführten Ausbreitungs-Berechnungen unterstellen eine ringsum weite Ebene und berücksichtigen nicht Tallagen wie im Rheintal mit Rückstau der Emissionen in einem Kessel mit einer Inversionslage als Deckel

    – im Wasserrecht wird die Eintrittstemperatur nur an einer Stelle gemessen, die Austrittstemperatur der Abwasserfahne aber als Mittelwert nach unterstellter Totaldurchmischung mit der Vorfluter (hier Rhein) lediglich berechnet. Da Fahnen auch noch in 40km Entfernung gemessen werden können (also keine Durchmischung stattfindet), können alle Nutzer den Strom insgesamt weit über den genehmigten Grenzwert aufheizen. Sie müssen ihre Messstelle nur außerhalb solcher Fahnen ihrer Vorgänger installieren.

    Was die Minimierung von CO2 Werten angeht, sollte man dies nach dem Motto „Erst denken, dann handeln“ durchführen. So ist die „Abwrackprämie“ neben der ökonomischen auch eine ökologische Katastrophe, da die Neuerzeugung eines Autos mehr CO2 generiert, als z.B. das Weiterfahren meines 20 Jahre alten Passats mit 7,5ltr/100km Autobahnverbrauch jemals ausstossen wird. Auch das Elektroauto ist eine ökologische Katastrophe, da neben dem schlechten Wirkungsgrad einer Stromerzeugung die LiIon-Batterien nach 600 Ladezyklen=2 Jahren ausgetauscht werden müßten. Ich denke, die Diskussion wird schnell vom Tisch sein, wenn reale Reichweiten (mit Heizung, Licht und Assistenzsystemen) im Alltag gemessen werden. Zudem wird das erzeugbare Lithium für eine Weltproduktion nicht ausreichen. In diesem Fall wäre wohl die völlige Abkehr vom Auto durch Einführung von schienengeführten, per Terminal abrufbaren Kabinen die ökologisch und volkswirtschaftlich gesehen ökonomischere Lösung (wird zur Zeit in Abu Dabhi ausgeführt).

    Auch der Austausch von normalen Haushaltsgegenständen oder der Austausch von Fenstern haben nach meinen Messungen Amortisationszeiten von bis zu 20 Jahren zur Folge, wobei der CO2-Bedarf der Verschrottung und Neuerzeugung nicht ganz klar ist. Hier ist lediglich der Ersatzbedarf ökologischer gestaltbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.