Energiewende für Mannheim!
Die Alternative zu einem zentralen Großkraftwerk, das begrenzte Brennstoffe verbraucht, die Luft verschmutzt und das Klima schädigt, ist ein dezentrales Energiesystem mit folgenden Elementen:
• Erneuerbare Energien: Sonne, Biomasse, Erdwärme, Wind, Wasser.
• Effiziente Energienutzung; in den Bereichen Beleuchtung, Informations-
• und Kommunikationstechnik, mechanische Antriebe, Prozesswärme,
• Kühlung, Heizung, Warmwasser.
• Kleine Blockheizkraftwerke, die Strom und Wärme im Nahbereich
• bereitstellen, auf Nachfrageschwankungen flexibel reagieren
• und pro erzeugter Kilowattstunde höchstens ein Drittel
• der Treibhausgasmenge eines Kohlekraftwerks ausstoßen.
Berechnungen für Hamburg und Neurath/Düsseldorf zeigen:
• Der intelligente Energiemix sichert die Versorgung ganzjährig
• – auch in einem industriellen Ballungsraum.
• Die Umstellung auf eine effiziente Energienutzung rechnet sich:
• Für Hamburg kostet sie 32 Mio Euro, dafür
• werden 530 Mio Euro Energiekosten eingespart.
• Treibhausgase werden um über 80 Prozent reduziert.
• Das dezentrale Energiesystem ist beschäftigungswirksam:
• Es entstehen 9mal mehr dauerhafte Arbeitsplätze als
• durch ein zentrales Großkraftwerk. Arbeitgeber
• sind Handwerksbetriebe, kleine und mittlere Unternehmen.
Und so kann Mannheim das machen:
Sonnenenergie: Enormes Ausbaupotential. Anlagen für Solarstrom und Solarwärme auf Dachflächen und auf vormals militärisch genutzen Freiflächen, z.B. Coleman und Taylor Barracks. Windenergie: Windkraftpark auf der Deponie Friesenheimer Insel. Wasserkraft: Wenig Ausbaupotenzial. Biomasse: Enormes Ausbaupotenzial. Biogasanlage auf der Friesenheimer Insel, Betrieb z.B. mit Südzucker- und SCA-Abfällen. Verstärkte Nutzung von Kläranlagen zur Biogasgewinnung. Erdwärme: Hier ist die Region außerordentlich begünstigt. Mannheim könnte dem Beispiel von Landau folgen und ein Geothermiekraftwerk, z.B. auf dem GKM-Gelände, errichten. Besonders vorteilhaft ist die Heizung und Klimatisierung einzelner Gebäude über oberflächennahe Erdwärmesonden. Blockheizkraftwerke: Sparsame, gasbetriebene Kraftwärmekopplung mit breitem Leistungsspektrum – von Kleinstanlagen, die den Energiebedarf einzelner Wohnsiedlungen decken, bis hin zum möglichen Ersatz für den GKM-Block 4 (220 MW). Außerdem: Anschluss der Müllverbrennungsanlage Friesenheimer Insel ans Fernwärmenetz. Kommunales Förderprogramm für Solarenergie und Wärmedämmung. Jeder Euro Fördergeld stößt Investitionen in Höhe von sieben Euro an.
Die Entscheidung über Block 9 ist eine Weichenstellung: Wird er gebaut, dann wollen die Betreiber ihn auch auslasten, und der Aufbau neuer Energiestrukturen wird auf die lange Bank geschoben. Sollen wir für vierzig Jahre zurück in die Steinkohlezeit? 50 Prozent mehr Kohlestrom und Fernwärme brauchen wir hier und heute nicht. Stattdessen können wir jetzt den Aufbruch wagen in eine Energiezukunft, die innovativ, klimafreundlich und beschäftigungswirksam ist. Die Stadt hat ein Energiekonzept in Auftrag gegeben, um die Energieversorgung Mannheims langfristig zu planen. Doch die Gemeinderatsmehrheit will nicht einmal abwarten, bis das Konzept fertig ist. Am 24.6. stimmte sie dem massiven Ausbau der Kohleverbrennung zu.
Wenn Sie wollen, dass die Entscheidung über die Energiezukunft Mannheims mit Sorgfalt und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger getroffen wird, unterstützen Sie uns! Treten Sie der entstehenden Einwendergemeinschaft bei und erheben Sie Ihre Einsprüche!
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