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Infostand zum Film „Power to Change – Die EnergieRebellion“ 19.3. im Atlantis Kino

Nach DIE 4.REVOLUTION jetzt

Power to Change – Die EnergieRebellion

„…der vielleicht relevanteste Film unserer Zeit mit einer klaren Botschaft: Die Energiewende ist möglich und zwar viel schneller als ihre Gegner behaupten.
Wir müssen es nur wollen und dafür kämpfen! Mit einer atemberaubenden Dramaturgie, überwältigenden Bildern und mitreißender Musik wird dieses Kino-Filmprojekt die Innenansicht der modernen Energierevolution zeigen. Ganz konkret, an vielen Beispielen.“ (Webseite mit Trailer: powertochange-film.de)

Die Klimaschutzagentur Mannheim zeigt am

Sa, 19.03.2016 ab 19:00 Uhr

(mit Sektempfang ab 18:30 Uhr)

den Film „Power to Change – Die EnergieRebellion“ im

Atlantis Kino (K2, 32, 68159 Mannheim)

Eintritt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro

Wir von 100 Pro Energiewende und MetropolSolar wollen den Besucher_innen unsere Arbeit für 100% Erneuerbare bis 2030 vorstellen und bauen dazu einen Infotisch vor dem Kinosaal auf. Dazu gibt es Informationen zu regionalem Ökostrom der Bürgerwerke eG.

Sie finden den Termin auch im .ausgestrahlt-Terminkalender. Über den Film berichtete auch das SWR Fernsehen in der Sendung „Kunscht„.

Wir freuen uns, wenn Sie den Film in Ihrem Umfeld bekannt machen, sich anschauen und mit uns ins Gespräch kommen wollen.

Weitere Vorführungen finden Sie bei unserem Kinotipp „Power to Change – EnergieRebellion“ von Carl Fechner im Cineplex Mannheim. Am So, 20. März 15 Uhr mit Starbesuch im Cineplex Mannheim: Carl Fechner live

Lehren aus Tschernobyl und Fukushima

Vor 30 Jahren hieß es nach Tschernobyl (Ukraine), bei uns würde so etwas nicht passieren, weil wir sichere Atomkraftwerke und qualifiziertes Personal hätten.

Vor 5 Jahren hieß es nach Fukushima (Japan), bei uns würde so etwas nicht passieren, weil wir mit einem solchen Tsunami nicht rechnen müssen und davon keine Atomkraftwerke betroffen wären.

In wievielen Jahren wird es nach Fessenheim (Frankreich), Doel oder Tihange (Belgien) heißen, bei uns hätte man sich so etwas niemals vorstellen können…?

Kommen Sie zu unserer

Protestkundgebung

11.03.2016, 16:00-17:00 Uhr,
Paradeplatz (vor der Post)

mit Umweltgewerkschaft und MetropolSolar Rhein-Neckar e.V.

Laut Tagesschau war der Unfall im AKW-Fessenheim wohl doch nicht so harmlos, in Belgien gibt es Risse im Reaktordruckbehälter, nicht gerade die ungefährlichste Stelle.
Welche Lehren wären aus Tschernobyl und Fukushima zu ziehen? Welche werden gezogen? Offenbar wohl nur die, dass die Meiler jetzt noch mehr Sicherheit versprechen müssen. Was auch immer passiert: Unsicher ist sicher genug.

Ehrlichkeit bezüglich der Kosten des Atomstroms vermisst man auch heute noch, obwohl mittlerweile bekannt sein dürfte, dass die Kosten für die Entsorgung des Atommülls eine zu große Last für die Betreiberkonzerne darstellen wird. Auch nach 30 Jahren Betrieb, reichen die Erträge nicht, weil sie in Kraftwerke und Beteilgungen investiert wurden. Kohlekraftwerke machen aber kaum noch Gewinn, Vattenfalls Braunkohletagebau will niemand haben, weg sind sie die Millarden-Rückstellungen. Die damit gesparten Steuern übrigens auch.

In Deutschland dürfen noch bis 2022 Atomkraftwerke laufen.
Der BUND fordert deshalb von Umweltministerin Hendricks: „Atomkraft muss Geschichte werden!“ Schließen Sie sich an und unterzeichnen auch Sie das Kollektiv-Schreiben des BUND an die Bundesregierung.

Klotz am Bein der Energiewende

Verbände fordern Mannheim und MVV zum Kohle-Ausstieg auf

Mannheim/Heidelberg. „Endstation Kohle – Energiewende jetzt!“. Das fordern der BUND Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald, MetropolSolar Rhein-Neckar und 100 Pro Energiewende auf einem Transparent bei der Bilanzpressekonferenz des Großkraftwerks Mannheim (GKM). Kohlekraftwerke seien energiepolitische und finanzielle Sackgassen. Die Stadt Mannheim und die MVV müssten aus der Kohleverstromung aussteigen und auf Energieeffizienz, Energiesparen und erneuerbare Energien setzen. Zudem belaste das GKM die Bürgerinnen und Bürger der Region mit zahlreichen Schadstoffen.

„Die MVV will sich als modernes, sauberes und zukunftsorientiertes Unternehmen präsentieren. Dazu passt ein Kohlekraftwerk überhaupt nicht. Es schadet nicht nur der Gesundheit, es ist auch ein Imagekiller für die MVV und die Stadt Mannheim,“ sagt Tobias Staufenberg, Regionalgeschäftsführer des BUND.

„Kohleverbrennung belastet die Luft mit Quecksilber, Feinstaub und anderen gefährlichen Schadstoffen. Statt jahrzehntelang weiter Kohle zu verbrennen, sollte im Interesse der Gesundheit der Menschen in der Metropolregion ein Kohleblock nach dem anderen stillgelegt werden – angefangen mit den größten Dreckschleudern,“ ergänzt Ursel Risch von 100 Pro Energiewende.

„Vor der Fehlinvestition Block 9 hatten wir eindringlich gewarnt. Gebaut wurde trotzdem. Kürzlich hat die MVV eingestanden, dass sie nicht wieder bauen würde – aus wirtschaftlichen Gründen. Die enorme Dynamik der Erneuerbaren wurde und wird immer noch unterschätzt.“ meint Dipl.-Volkswirt Daniel Bannasch, Geschäftsführer des Netzwerks für 100% Erneuerbare Energien MetropolSolar Rhein-Neckar. „Jetzt müssen Stadt und MVV einen Schlussstrich ziehen. Ein Kohlekraftwerk ist ein Klotz am Bein!“

Die MVV Energie AG hält derzeit 28% der Aktien des GKM. Mehrheitseigner der MVV ist die Stadt Mannheim, die somit indirekt am GKM beteiligt ist. Im Jahr 2009 beschloss der Gemeinderat der Stadt Mannheim einstimmig die vom IFEU-Institut angefertigte „Klimaschutzkonzeption Mannheim 2020“. Damit will die Stadt Mannheim bis 2020 ihr CO²-Emissionen um 40% gegenüber 1990 reduzieren. Das wird kaum funktionieren, wenn Mannheim nicht aus der Kohle aussteigt.

Im Mai soll Block 9 des GKM in den Regelbetrieb gehen. Laut Genehmigung sollen dann die beiden Blöcke 3 und 4 dauerhaft vom Netz gehen. BUND, Metropolsolar und 100 Pro Energiewende fordern, auch Block 6 sofort abzuschalten oder zumindest in die Kaltreserve zu überführen. Dies wäre ein erster Schritt und ein wichtiges Signal für den Klimaschutz.

Die Studie Klimaschutzkonzeption Mannheim 2020 finden Sie hier:
https://www.mannheim.de/sites/default/files/page/2716/klimaschutzkonzeption_2020_zusammenfassung.pdf

Tobias Staufenberg (BUND Rhein-Neckar-Odenwald), Daniel Bannasch (Metropolsolar Rhein-Neckar) und Ursel Risch (100 Pro Energiewende)

Marktanalyse Photovoltaik-Dachanlagen: Konsequenzen für das Ausschreibungsmodell – Eine Einschätzung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat auf seinen Internetseiten die Marktanalyse Photovoltaik-Dachanlagen veröffentlicht. Das Bundeswirtschaftsministerium legt mit diesen Marktanalysen „die Grundlage für die Gestaltung der Ausschreibungen“, die das Fördersystem des EEG in Zukunft bestimmen sollen. Was da auf die Energiewende zukommt, versuche ich im Folgenden zu skizzieren. Hoffnung macht die Analyse nicht.

Mahnwache 09.03.2015 18h-18:30h Mannheim-Friedrichsfeld Goetheplatz

Einladung der Initiative ZukunftVorOrt, Mannheim-Friedrichsfeld/ Neu-Edingen:

rund um den Fukushima-Jahrestag am 11. März werden auch 2015 wieder überall in Deutschland Mahnwachen stattfinden – gegen das Vergessen der Katastrophe und als Zeichen gegen Atomenergie.

Auch wir treffen uns zu einer Mahnwache am Montag, den 09.03.2015 von 18:00 bis 18:30 Uhr in Mannheim-Friedrichsfeld auf dem Goetheplatz.

Fukushima mahnt! 11.03.2015 ab 16 Uhr Paradeplatz Mannheim

Bitte lesen,  kommen und weitersagen!

Bringt Kerzen, Banner und Fahnen mit.

Fukushima mahnt!

Mahnwache zum Jahrestag derAtom-Katastrophe

Veranstaltung am 11.03.2015 in Mannheim auf dem Paradeplatz ab 16 Uhr

Vier Jahre Super-GAU in Japan. Die Heimat Hunderttausender ist verstrahlt, tonnenweise stehen schwarze Säcke mit kontaminierter Erde rund um das AKW, täglich werden Meerwasser und Luft mit neuer Radioaktivität belastet. Wie in Tschernobyl erkranken mehr und mehr Kinder und Jugendliche an Schilddrüsenkrebs.

Mit einer Mahnwache auf dem Paradeplatz in Mannheim erinnern Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner am 11.März ab 16 Uhr Uhr an den Super-GAU und seine Folgen. Gleichzeitig protestieren sie gegen den Weiterbetrieb von derzeit noch neun Atomkraftwerken in Deutschland. Bundesweit wird es ähnliche Aktionen unter dem Motto „Fukushima mahnt – AKWs jetzt abschalten“ geben.

Anlässlich der Mahnwachen machen Bürgerinnen und Bürger zudem aufmerksam auf die weiterhin ungelöste „Entsorgungsfrage“ in Sachen Atommüll. „Die Stromkonzerne haben über Jahrzehnte Milliarden Euro mit Atomstrom verdient. Jetzt wollen sie die Kostenrisiken für AKW-Abriss und Lagerung des Atomülls auf die Gesellschaft abwälzen“

Es laden ein: attac Mannheim , 100 Pro Energiewende e.V., MetropolSolar Rhein Neckar e.V.

Der lange Atem

Ich habe von Nina Jäckle das Buch „Der lange Atem“ gelesen, das von einem ehemaligen Kriminalbeamten handelt, der jetzt die Gesichter der Opfer des Tsunamis nachzeichnet, um sie für die Hinterbliebenen identifizierbar zu machen. Ein kleines Buch, das aber sehr eindrücklich zeigt, wie ohnmächtig und überfordert wir angesichts von natürlichen Katastrophen sind, von den hausgemachten ganz zu schweigen.

Es wird deutlich, wie sehr die Katastrophe das Leben in dem betroffenen Gebiet erschüttert hat. Vieles ist verloren, von den Wellen weggespült, Fotoalben und Erinnerungsstücke, Autos, ganze Häuser, Nachbarn und Angehörige. Manches kommt wieder an Land, verdreckt, zerstört, entstellt, manches auch an der Westküste der USA. Das Leben geht weiter, äußerlich. Die Trümmer der Häuser werden aufgetürmt und abgetragen, neue Häuser werden gebaut, man geht wieder arbeiten, die Kinder gehen in die Schule und spielen. Aber das bisherige Leben ist vorbei. Es gibt nichts mehr zu sagen, denn alles, die eigenen Kinder, das bisherige Leben, zu verlieren ist mit Worten nicht zu fassen, es gibt keinen Trost dafür, es hilft nicht die eigenen Gedanken auszusprechen, es sind dieselben wie die aller anderen.

Der Reaktorunfall nach dem Tsunami und seine Folgen erzeugen eine zusätzliche Angst, eine unsichtbare Bedrohung, die aber in all der täglichen bedrückenden Sichtbarkeit der Trümmer des bisherigen Lebens einfach nur verdrängt werden können. Tagtäglich werden die Menschen mit der Leere, dem Fehlen konfrontiert, das der Tsunami zurückgelassen hat, tagtäglich kommen die Erinnerungen zurück, nachts Träume. Wer will und kann sich da auch noch über die Verhaltensratschläge der Behörden Gedanken machen, die vor der Strahlung in Luft, Boden, Wasser und Lebensmitteln schützen sollen? Um Spielplätze werden Wasserflaschen aufgestellt, um die Strahlung aufzufangen.

Ein Unglück diesen Ausmaßes wie ein Tsunami oder auch ein Sturm, Hochwasser, Erdbeben, eine Lawine oder ein Vulkanausbruch, bringen die Menschen an die Grenze, ein Unglück in einem Atomkraftwerk übersteigt die Fähigkeiten der Menschheit, mit den Folgen umzugehen. Das Salz aus dem Meer wird noch viele Jahre die Felder unbrauchbar machen, die strahlenden Teilchen aus dem Reaktor noch viel länger. Nach dem Reaktorunfall wurden die Strahlungsgrenzwerte für Lebensmittel angehoben. Was soll man sonst auch noch essen, wenn sonst praktisch alles die Grenzwerte übersteigt?

Nicht der Bau von Atomkraftwerken an der Küste eines Gebiets, das häufig Erdbeben verzeichnet – der Bau von Atomkraftwerken auf der ganzen Welt an sich war die Fahrlässigkeit. Schon der normale Betrieb verursacht radioaktiven Müll, für den wir keine Lösung haben. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit eines GAUs vielleicht klein, doch im Falle eines Eintritts ist der Schaden zu groß, um ihn auch nur zu beziffern. Nicht die Zahl der Toten und Verletzten, nicht mal die Zahl der zusätzlichen Krebsfälle, auch nicht der Verlust an Lebensjahren der gesamten Bevölkerung kann das Ausmaß des Unglücks ermessen. Wer kann sagen wie schwer es wiegt, dass das Leben, das man geführt hat nicht mehr existiert. Ist es der Gewinn der Betreiber von Atomkraftwerken, der angeblich billige Strom, die angebliche Versorgungssicherheit wert, das Risiko einzugehen, das in Japan zur Realität wurde?

In 14 Tagen wird Japan wie seitdem und fortan jedes Jahr am 11. März um 14:46 Uhr zu Boden schauen und trauern. Schauen Sie nicht weg.

Alle Jahre wieder…

… nein, nicht Weihnachten.

Hier geht es ja um die Energiewende, und die kann man sich zwar wünschen, aber man bekommt sie nicht an Heilig Abend, nicht am ersten Weihnachtsfeiertag und am 6. Januar, dem Tag der heiligen Drei Könige wohl auch noch nicht. Ja, leider.

Zum Ende des Jahres halten wir auch unsere Mitgliederversammlung ab und zwar am:

Mittwoch, den 26.11.2014 um 19 Uhr
im Jugendkulturzentrum FORUM

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen. Interessierte dürfen sich gerne anmelden.

Man kann sich seine eigene Energiewende machen, mit Ökostrom (1), der kann dann auch mal die LED-Weihnachtsbeleuchtung erhellen (2), von konventioneller Fleischernährung auf regionale (3), fleischarme, vegetarische oder gar vegane (4) Bioernährung umsteigen (5), vom Auto auf die Bahn (6) und das Fahrrad (7) umsatteln, zuhause mehr kuscheln und weniger Heizen (8) und vieles mehr – bis hin zu einer 100% regenerativen Energieversorgung für Strom, Wärme und Mobilität ist es aber auch dann noch ein weiter Weg. Und so lange machen wir weiter, auch nächstes Jahr!

Kleines Rätsel: Wissen Sie, was Sie mit Ihrer eigenen Energiewende bewirken, wie Sie den uns nachfolgenden Generationen helfen, Klima, Ressourcen und die Umwelt zu schonen? Die Auflösung finden Sie am Ende des Beitrags.