Aktuelle Studie belegt: Backup-Gaskraftwerke sichern Energiewende
Pressemitteilung der klima-allianz deutschland
Neue Kohlekraftwerke zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit nicht erforderlich / Geplante Braunkohlekraftwerke von RWE und Mibrag gefährden Systemstabilität
Berlin, 17.10.2011. Neue Kohlekraftwerke sind auch nach dem im Sommer beschlossenen Atomausstieg zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit nicht notwendig. Für den Übergang in das regenerative Zeitalter kann der Bedarf an zusätzlichen fossilen Kraftwerken vollständig durch den Neubau von Gaskraftwerken gedeckt werden. Das ist das Ergebnis einer von der klima-allianz deutschland beim arrhenius Institut für Energie- und Klimapolitik in Auftrag gegebenen Studie zur künftigen Rolle von Gaskraftwerken in Deutschland, die heute in Berlin vorgestellt wurde. …weiterlesen »
Block 3 als Kaltreserve?
“Wir leisten mit dem Block 3 einen Beitrag zur Energiewende in Deutschland”, erklärte Vorstandsmitglied Dr. Karl-Heinz Czychon vom GKM beim Bürgerinformationsgespräch am 10. Oktober 2011 im Mannheimer Technikmuseum.
Sein zynischer Kommentar zu Fragen besorgter Bürger_innen: es wird niemand durch die zusätzliche Belastung tot umfallen.
Hier die Pressemeldung des BUND dazu:
Nach Bürgerinformation: Eigentliche Herausforderung ist Energiesparen, Netzausbau und Effizienz.
BUND: Kaltreserve aus GKM Block 3 für Energiewende nicht zielführend!
Nach der Bürgerinformation zur Kaltreserve aus dem Kohlekraftwerk Block 3 der GKM AG hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Regionalverband Rhein-Neckar-Odenwald die Kohletechnologie grundsätzlich nicht für zielführend für die Energiewende.
Matthias Weyland, Regionalgeschäftsführer beim BUND erklärte: „Bei der Bürgerversammlung wurde bestätigt, dass die eigentlichen Herausforderungen der Energiewende im Bereich Netzausbau, Energiesparen und gesteigerter Effizienz liegen. Die bisherigen Bemühungen der Bundesnetzagentur in dem Bereich sind bislang erfolglos und bei weitem nicht ausreichend. In diese Mammutaufgaben muss gemeinsam mit allen Kräften sprichwörtlich noch viel mehr Energie investiert werden.“
Der Umweltverband sieht im Bemühen um die Kaltreserve viel mehr den Versuch, die bisherigen Gewinne der Stromkonzerne zu sichern und die Kraftwerke auch über ihre Lebensdauer hinaus am Netz zu halten. Ein solches Vorgehen sei inkompatibel mit entschlossenen Schritten des Energiesparens, einer Steigerung der Energieeffizienz sowie dem zeitnahen Ausbau einer erneuerbaren Energieversorgung.
Bezüglich der Aussage der Stadt Mannheim, die Entscheidung mit einem gewissen Stolz unterstützt zu haben, erklärte Weyland: „Eine solche Position lässt jegliche kritische Auseinandersetzung mit einem der klimaschädlichsten Kraftwerksstandorte Europas vermissen.
Nächstes Treffen 100Pro Energiewende
| 20. Oktober 2011 |
| 19:00 | bis | 21:30 |
Es findet wie immer im Jugendkulturzentrum FORUM, Neckarpromenade 46 um 19 Uhr statt.
Themen:
Voller Energie 2012
Südblockade
Konversion in Mannheim
Stuttgart 21
Bericht vom Umweltforum