Energieriesen: 80 Mrd. Gewinne
Gerhard Fontagnier | 28.12.2008 | Blog-9 | 1 Kommentar |

Aus der taz vom 28.12.2008: Der Energiekonzern Eon hat durch die Finanzkrise offenbar viel Geld verloren. Im jüngsten Zwischenbericht zur Geschäftsentwicklung heißt es, man habe “höhere Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten gehabt”. Genauer wird der Konzern nicht. Der Abschreibungsbedarf ist delikat, weil Eon als einziger der vier großen Stromanbieter angekündigt hat, in Kürze die Strompreise zu erhöhen; die Vertriebsgesellschaften werden im Februar 7,4 bis 9,2 Prozent aufschlagen.
“Das verlorene Geld sollte der Konzern besser abschreiben und nicht über ungerechtfertigte Erhöhungen der Strompreise wieder hereinholen”, sagt Bärbel Höhn, stellvertretende Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion. Es sei “nicht hinnehmbar”, Spekulationsverluste auf die Verbraucher abzuwälzen. Höhn bezieht sich dabei auch auf eine Kurzstudie, die Uwe Leprich, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken, im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen erarbeitet hat. Sie zeigt, dass Eon, RWE, Vattenfall und EnBW ihre Gewinne von zusammen 6,4 Milliarden Euro in 2002 auf 19,5 Milliarden Euro im Jahr 2007 verdreifachen konnten. Insgesamt haben die Unternehmen von 2002 bis 2007 zusammen rund 80 Milliarden Euro Gewinn gemacht, allein Eon erzielte 2007 einen Rekordgewinn von 10,5 Milliarden Euro.



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  • Mannheimer Energiepolitik: total unabhängig! 15.01.2009 – 01:35 Uhr

    [...] vier Energieversorger (siehe dazu auch folgende Beiträge: “Extra 3-Spot“, “Energieriesen – 80. Mrd Gewinne“, “Die vier großen [...]




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