Energiepolitik: Alte Klischees taugen nicht
Glaubt man der Darstellung in den regionalen Medien – von wenigen rühmlichen Ausnahmen abgesehen -, geht es bei der Diskussion um den Neubau von Block 9 im Mannheimer Großkraftwerk und die Ausrichtung der regionalen Energiepolitik um folgende Fronten: Auf der einen die Umwelt- und Klimaschützer (parteipolitisch vertreten durch die Grünen und Linken) als Gegner von Block 9. Auf der anderen Seite die Vertreter der Konzern-Gewerkschaften (vertreten in der SPD), der regionalen Wirtschaft(sförderung) und Repräsentanten wirtschaftspolitischer Vernunft (vertreten in CDU und ML).
Diese Berichterstattung verfehlt das Thema fast vollständig und schützt vor der Auseinandersetzung mit wichtigen Fakten.
Auf der Seite zukunftsfähiger Energieversorgung, d.h. von Effizienz, Einsparung und erneuerbaren Energien, stehen nicht nur das Klima, sondern enorme Arbeitsplatz- und Wertschöpfungseffekte in den Regionen. Derzeit liegen wir bundesweit bei etwa 250.000 Arbeitsplätzen im Bereich erneuerbare Energien – im Bereich Effizienz kommen noch einmal eine erhebliche Menge an Arbeitsplätzen hinzu.
Bei ernsthafter Betrachtung würden sich die traditionellen Rollenverteilungen in Luft auflösen. An anderen Orten ist das zum Teil schon passiert.
Ihre Meinung:



