Die folgende Meldung zum Eingeständnis mangelnder Weitsicht von E.ON spricht für sich.
Wer heute fossile Kraftwerke plant in der Hoffnung auf eine moderate Preisentwicklung und die grundsätzliche Möglichkeit einer Vollversorgung mit erneuerbaren Energien in überschaubaren Zeiträumen bestreitet, könnte in wenigen Jahren zu einem ähnlichen Eingeständnis gezwungen sein.
1993 hatten die Energieversorger mit Ihrer versammelten Kompetenz erklärt mehr als 4% Strom aus erneuerbaren Energien sei grundsätzlich nicht machbar. 2007 waren wir bereits bei 14%.
E.ON-Vorstand: Energiepreisentwicklung in keinem Szenario enthalten
München (dpa) – Die explodierenden Energiepreise haben nach Angaben von E.ON-Vorstand Johannes Teyssen die kühnsten Vorstellungen der deutschen Energiewirtschaft übertroffen. In keinem Szenario sei eine derartige Preisentwicklung enthalten gewesen, sagte der stellvertretende Vorstandschef des E.ON-Konzerns am Mittwoch auf einem Energiekongress in München. «Wir hätten jeden, der uns das prophezeit hätte, für albern erklärt.»
Am Mittwoch lag der US-Ölpreis für ein Fass nach deutlichen Kursverlusten am Vortag im asiatischen Handel bei 124,33 Dollar. Für die Verbraucher sei die Grenze der Belastbarkeit schon überschritten, sagte Teyssen.
Auch die Notwendigkeit der erneuerbaren Energien sei dem Konzern lange Zeit nicht klar genug gewesen. «Ich glaube, wir haben manches verpasst.» E.ON habe wie Don Quichote gegen die Windkraft gekämpft. «Das war falsch, das korrigieren wir.» Es werde dem Konzern aber nicht noch einmal passieren, dass er vor «lauter Besserwisserei» einen derartigen Fehler mache.
Bei dem Energiekongress der bayerischen Staatsregierung haben mehrere Hundert Vertreter aus der Energiewirtschaft über die Energieversorgung der Zukunft diskutiert.
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